Die Raiffeisenbank Lövenich hatte den Blues

Auch im zweiten Jahr hat die Veranstaltungsreihe „Kultur in der Bank“ nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Das Konzert der Bluesband „Slinky & P´tit Loup“ am ver-gangenen Freitag war wieder ausverkauft.

Erkelenz-Lövenich. Dass die Raiffeisenbank ein Kulturprogramm auf die Beine gestellt hat, das sich sehen lassen kann, hat sich auch über das Geschäftsgebiet der Genossenschaftsbank hinaus herumgesprochen. Auch mit „Slinky & P´tit Loup“ hatte der  Marketingschef Thomas Brockers wieder den richtigen Riecher. Denn die Karten waren begehrt und der Konzertabend dementsprechend schnell ausverkauft. Auch der Sender RegioTV war gekommen, um von dem außergewöhnlichen Konzert zu berichten.

Das Trio bot eine musikalische Zeitreise in Gefilde des etwas anderen Blues, den die Musiker selbst als „Jazzy Blues“ bezeichnen. Dementsprechend reichte das Repertoire vom Folk über Blue-Grass bis zum Swing Jazz und ließ beim Publikum keine Wünsche offen. Normalerweise sind Slinky (Manuela Williams) und P´tit Loup (Wolfgang Riedel) als Duo auf den Bühnen unterwegs und sorgen für das Blues-Feeling. Für das Konzert in Lövenich hatten sie sich „Monster“ Joe Leduc (Jochen Solbach) als Verstärkung am Bass dazu geholt. Mit dem Klassiker „First we take Manhattan“ von Leonard Cohen eröffnete das Trio sein Konzert und behielt das hohe Niveau bei. Nach Klassikern wie „ I can´t be satisfied“, „Dance the night away with you“ oder „High and Lonesome“ zeigte das Trio, dass auch die Eigenkompositionen das Zeug zu Ohrwürmern haben. „The Story of Sam Maghett“ und „Married man blues“ stammen aus der Feder von Slinky Williams und reihten sich nahtlos ein in den Reigen der bekannten Bluessongs.

„Die Veranstaltungsreihe ist eine Bereicherung für das Kulturangebot in Erkelenz“, sagte ein begeisterter Zuhörer nach dem rund zweistündigen Konzert. Von der Bühne gelassen wurde das Trio erst nach der dritten Zugabe und langanhaltendem Applaus. Initiator Thomas Brockers zeigte sich mehr als zufrieden. „Nach Comedy und Literatur haben wir nun gezeigt, dass die Raiffeisenbank auch den Blues draufhat“, erklärte er. Doch da kommt noch mehr. Denn das Kulturjahr 2018 bei den Bankern in Lövenich endet am 26. November mit der Premiere des Hörtheater-Stückes „Drei Männer im Schnee“ in leichter Sprache. Das Publikum erwartet eine rasante Verwechslungskomödie nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner, die in acht Stimmen vorgetragen und inszeniert wird.

Ausblick auf Kultur in der Bank 2019

Im kommenden Jahr geht es natürlich mit Kultur in der Bank und klingenden Namen weiter. Am 8. Februar lädt die Korschenbroicher Autorin und Trägerin des diesjährigen Friedrich-Glauser-Preises, Jutta Profijet, zur Lesung ihres Krimis „Unter Fremden“ ein. Am 4. April geht es mit Lydie Auvray weiter. Die Französin gilt als „Grande Dame des Akkordeons“ und verspricht eine musikalische Kreuzfahrt durch die europäische Musik. „Rettungsgasse ist kein Straßenname“ heißt es am 22. Mai, wenn Rettungssanitäter und Feuerwehrmann Jörg Nießen in Lövenich zu Gast ist. Der Bestseller-Autor stammt aus Erkelenz und ist mit seinem dritten erfolgreichen Buch am Start. Musikalisch geht es am 18. September mit Martin Hutchinson weiter. Der „Irsh Bluesman“ hat die Folk- und Rockszene Irlands mit seinen heiteren und melancholischen Songs geprägt. Auch am 18. Oktober liegt Musik in der Luft, wenn Professor Bottleneck (Rolf Heimann) und Frank Born „50 Shades of Blues“ präsentieren. Gemeint ist American Root Music mit Slide-Gitarre und Mundharmonika. Zum Jahresabschluss des Kulturprogramms hat die Raiffeisenbank am 15. November Hildegard Scholten & ihr Pianist eingeladen. „Grottenehrlich“ präsentiert sich Hildegard Scholten in ihren Liedern und dem gleichnamigen Programm. Dabei nimmt sie die Welt und sich selbst gehörig auf den Arm.

„Wir haben wieder eine Mischung gefunden, die bei den Menschen ankommen sollte“, ist sich Brockers sicher. „Die besondere Mischung aus Musik, Humor und Literatur spricht ein wachsendes Publikum an. Wir sind froh, auf diese Weise unseren Beitrag zur Vielfalt er lokalen Kultur leisten zu können.“