Kultur in der Raiffeisenbank Erkelenz eG

Julia Hagemann überzeugt bei Ihrem Auftritt – Schwarzer Humor mit Wortwitz, Hintersinn und Gesang

Die glücklichen Spendenempfänger mit Bankvorstand Ulrich Lowis (2. Reihe - ganz rechts) und Marketingleiter Thomas Brockers (letzte Reihe - ganz rechts)

Erkelenz.

Thomas Brockers, Marketingleiter der Raiffeisenbank Erkelenz, gelang ein besonderer Coup zum Auftakt des Jahresprogramm „Kultur in der Bank“: Die Musikkabarettistin Julia Hagemann ist sehr wählerisch bei ihren Auftritten. Die diplomierte Sopranistin aus dem Emsland nimmt nur diejenigen an, die ihr wirklich Spaß machen. Und der Auftritt in Lövenich bereitete ihr sichtlich Spaß, wie auch dem Publikum im gut gefüllten Versammlungsraum der Bank.

Musikkabarett vom Feinsten bot die Künstlerin aus dem Emsland mit ihrem Programm „Fortbildung – Die Welt in 100 Minuten verstehen“. Die ausgezeichnete Sopranistin, fantastische Klavierspielerin und überzeugende Darstellerin bot in ihrem schwarzhumorigen Programmviel Wortwitz, Gestik und Hintersinn und sorgte damit für viele Lacher, aber auch für viele nachdenklich stimmende Momente. Als Erfinderin des „deutschen Acapella-Kunstliedes“ will Hagemann auf den „Notstand in der Erwachsenenbildung“ hinweisen. Mit Auszügen aus ihrer Oper „Wie die Biologin Frau Erdmann ihren Job verlor und deshalb fast ins Wasser ging“ klärte sie über die dramatischen Entwicklungen in der Musikgeschichte vom Barock bis zur Gegenwart auf. Wenn sie über Essstörungen bei Tieren philosophiert oder über das immerwährende Thema Männer und Frauen, bleibt manchem das Lachen im Halse stecken, weil sich hinter dem augenscheinlichen Humor ein ernster Sinn versteckt. Wenn Vermieter gegrillt oder Frösche gekocht sind, Opern seziert und Musikgeschichte erklärt werden, schwankt der Besucher zwischen Schaudern und Erheiterung. Die diplomierte Sopranistin, die auch als Dozentin für musikalische Weiterbildung und als Konzertsängerin tätig ist, erhielt viel Beifall vom begeisterten Publikum. Hagemann, die nach eigenen Worten gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Klavierlehrerin Musik studierte, wurde gleich zu drei Zugaben „genötigt.

Einen besseren Auftakt für das Jahresprogramm „Kultur in der Bank“ konnte Marketingleiter Thomas Brockers gar nicht haben. Fortgesetzt wird „Kultur in der Bank“ am 27. April mit einem Gastspiel des Kabarettisten Marc Breuer.