Verschmelzung kann kommen

Volksbank Heinsberg eG und Raiffeisenbank Erkelenz eG fusionieren

Heinsberg / Erkelenz - Mit einem deutlichen Votum von 94,6 % (Erkelenz) bzw. einem einstimmigen Votum von 100 % (Heinsberg) haben sowohl die Vertreterinnen und Vertreter der Raiffeisenbank Erkelenz eG als auch der Volksbank Heinsberg eG in den jeweiligen Vertreterversammlungen am 24. und 27. Juni die Fusion der beiden Bankhäuser beschlossen.

Damit ist der Weg für die beiden bislang sehr erfolgreichen Einzelbanken zu einer zukunftsorientierten und leistungsstarken Volksbank Heinsberg eG frei gemacht. Die technische Zusammenlegung wird voraussichtlich Mitte Oktober 2022 erfolgen.

„Wir haben mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Vorarbeit für die Fusion geleistet“, erklären Vorstände und Aufsichtsräte einhellig, „mit diesem sehr deutlichen, positiven Votum in den beiden Vertreterversammlungen wurden die Weichen zu einer noch stärkeren und kundenorientierteren Bank gestellt.“

Durch die Bündelung der Kräfte wird die neue Volksbank Heinsberg eG die Herausforderungen aus den technologischen Entwicklungen, der sich weiter verschärfenden Regulatorik, der Demographie und der steigenden Kundenansprüche an die Bank garantiert meistern, erklären die Vorstände und Aufsichtsräte beider Banken.

Der Vorstand der Volksbank Heinsberg eG besteht künftig aus den Herren Dirk Cormann, Kurt Hauser und Ulrich Lowis. Der bisherige Aufsichtsrat der Volksbank Heinsberg eG wird durch drei Aufsichtsratsmitglieder der Raiffeisenbank Erkelenz eG ergänzt. Dies sind Ulrike Weitz, Hans-Josef Aufsfeld und Karl Peter Bongartz, Aufsichtsratsvorsitzender bleibt wie bisher Bernd Krückel, sein Stellvertreter ist Franz Wynands.

„Unsere Mitglieder und Kunden erwarten mit Recht von uns, dass wir auch in Zukunft marktgerechte Konditionen anbieten und unsere Beratungs- und Servicequalität auf einem Niveau halten, das allen Anforderungen gerecht wird – und das in 24 Filialen und an 4 SB-Standorten“, erklärt Vorstandsmitglied Dirk Cormann. „Der Betriebsrat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen voll hinter der Fusion und freuen sich jetzt auf den Zusammenschluss.“ Cormann betont in diesem Zusammenhang, dass es keine fusionsbedingten Kündigungen geben werde.

„In den verschiedensten Geschäftssparten kann durch den vermehrten Einsatz hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Spezialisierung weiter ausgebaut werden“, bringt Vorstandsmitglied Ulrich Lowis weitere zentrale Vorteile für die vollzogene Fusion der beiden Banken auf den Punkt. „“Persönlich, Fair, Genossenschaftlich“ und „Beste Bank“ sind die Ansprüche, an denen wir uns auch künftig messen lassen wollen.“

„Die Fusion beider Häuser war die beste strategische Antwort auf die steigenden Anforderungen aus Gesetzgebung und Regulatorik. Als gemeinsames Institut werden wir dauerhaft die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Volksbank besser erhalten können“, erläutert Vorstandsmitglied Kurt Hauser den Zusammenschluss. „Die zukünftige Unternehmensgröße wird für die kommenden Anforderungen von großem Vorteil sein. Denn nur so können wir unsere vielfältigen Dienstleistungen dauerhaft in der erforderlichen Qualität und kostengünstig anbieten“, so Hauser weiter. „Die neue Bank startet mit einer sehr guten wirtschaftlichen Basis.“

Und Dirk Cormann ergänzt, dass die „neue“ Volksbank Heinsberg eG so ausgerichtet ist, dass sie auf Veränderungen an den Märkten flexibel reagieren kann. „Die bestehenden unbürokratischen Entscheidungswege werden wir an allen Standorten beibehalten und sogar noch optimieren. Durch die neue Organisation können wir eine bessere Effizienz und Effektivität in die internen Prozesse bringen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kundenberatung von Regulatorik entlasten. Das kommt wiederum der Beratung unserer Mitglieder und Kunden zugute.“
 

Bilanzzahlen vorgestellt

Die Raiffeisenbank Erkelenz eG konnte im Rahmen der Vertreterversammlung eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung verkünden. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2021 um 4,2 % auf jetzt 552,1 Mio. Euro. Trotz des bei null liegenden oder teilweise negativen Zinsniveaus verzeichnete die Bank auf der Passivseite bei den Kundeneinlagen einen Zuwachs von fast 17 Mio. Euro. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um 3,2 Mio. auf 47,8 Mio. Euro. Das betreute Kundenvolumen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,038 Mrd. Euro ausgebaut werden. An die Mitglieder zahlt die Bank wieder eine attraktive Dividende in Höhe von 2,1 Prozent.

Die Anzahl der Mitglieder der Raiffeisenbank Erkelenz eG betrug zum Jahresende 12.127.