Was können wir tun? Welchen Beitrag können wir leisten in der Zeit der Corona-Krise?

Erkelenz. „Was können wir tun? Welchen Beitrag können wir leisten in der Zeit der Corona-Krise?“ Diese Fragen stellten sich der Vorstand und die Mitarbeiter der Raiffeisenbank Erkelenz, die nicht nur ihre eigenen Schwierigkeiten bekämpfen, sondern die auch das Wohlergehen und insbesondere die Gesundheit der Menschen im Blick haben. So entstand der Gedanke, mit einer großzügigen Spende die Anschaffung eines Beatmungsgeräts für die Intensivstation des Hermann-Josef-Krankenhauses in Erkelenz zu ermöglichen. „Als lokales Geldinstitut beobachten wir sehr genau die Entwicklung vor Ort“, meinte Vorstandsmitglied Ulrich Lowis bei der Spendenübergabe im kleinen Kreis im Erkelenzer Krankenhaus. „Wir wollten eine Idee mit einer langfristigen Hilfe umsetzen.“ Im Gespräch mit Dr. Klaus-Dieter Winter, Chefarzt für Kardiologie, wurde die Idee des Beatmungsgeräts vertieft, zumal gerade diese Geräte von enormer Bedeutung bei der Behandlung von am Corona-Virus erkrankten Patienten sind. Dadurch könnte die Kapazität in der Intensivstation ausgebaut werden. Das Erkelenzer Krankenhaus mit dieser Spende zu bedenken, war auch eine Geste der Raffeisenbank an den Kreis Heinsberg, zumal sich neun der 15 Filialen der Raiffeisenbank Erkelenz im Kreisgebiet befinden. Gemeinsam mit dem Vertriebs- und Marketingleiter Thomas Brockers, übergab Lowis den Spendenscheck von 24.000 Euro aus Zweckerträgen des Gewinnsparvereins. Verbunden mit der Übergabe war der Dank von Vorstand und Mitarbeitern der Raiffeisenbank Erkelenz an das Team des Hermann-Josef-Krankenhauses und aller Krankenhäuser in der Region für ihren unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen das Corona-Virus und im ständigen Bestreben um die Gesundheit der Menschen im Kreisgebiet.

Mit großer Dankbarkeit nahmen die Vertreter des Krankenhauses die hilfreiche Spende entgegen, die nachhaltig wirken wird. „Über die Anfrage der Raiffeisenbank habe ich mich sehr gefreut“, sagte Winter in der kleinen Runde. Die Anfrage kam zu einer Zeit, in der das Krankenhaus gefordert war, die Beatmungskapazität aufzustocken. Und sie fülle eine Lücke im bisherigen Unterstützungsangebot aus dem Kreis. „Mit einem Beatmungsgerät können wir gerade den Covid-Kranken gut helfen, von denen sich zurzeit fünf auf der Intensivstation in Erkelenz befinden.“ Der Zuspruch und die Anerkennung, die die Krankenhausmitarbeiter derzeit von der Bevölkerung und den Firmen erfahren, sei hervorragend, sagte Winter, der zugleich versicherte: „Wir werden weiter alles in unserer Macht Stehende tun, um den vom Corona-Virus Infizierten zu helfen.“

Ähnlich äußerte sich Chefarzt Dr. Eberhard Jacobs, der ergänzte: „In der derzeitigen schwierigen Situation bin ich als organisatorischen Leiter der interdisziplinären Intensivstation sehr dankbar, dass uns die Raiffeisenbank durch eine solch großzügige Sachspende unterstützt.“ 

Dem Dank der Chefärzte an die Vertreter der Raiffeisenbank Erkelenz „für die großzügige Spende in dieser besonderen Corona-Zeit“ schloss sich Jann Habbinga, Verwaltungsdirektor der Hermann-Josef-Stiftung, an. „Gerne rüsten wir unseren Gerätepark an Beatmungsgeräten auf“, versicherte er, um dann doch eine bedauerliche Einschränkung machen zu müssen: „Leider ist aufgrund der aktuellen Situation eine zeitnahe Lieferung nicht möglich.“

Es dauert demnach noch eine Weile, bis die Spende der Raiffeisenbank Erkelenz tatsächlich unterstützend eingesetzt werden kann. Bestellt ist das Beatmungsgerät, jetzt muss abgewartet werden. Auf die Lieferung wartet auch Jacobs, „Das hochwertige Beatmungsgerät wird uns nicht nur während der Zeit der Corona-Pandemie eine wertvolle Hilfe bei der Behandlung intensivpflichtiger Patienten sein. Ihre Spende trifft den Nerv und hilft uns auch in Zukunft weiter.“