Professor Bottleneck und Frank Born begeisterten in der Raiffeisenbank Erkelenz

Erkelenz Von der Tour durch die USA direkt nach Erkelenz-Lövenich! Inzwischen hat sich „Kultur in der Bank“, veranstaltet von der Raiffeisenbank Erkelenz, einen derart guten Namen gemacht, dass es sich Künstler nicht nehmen lassen, selbst nach einen strapaziösen Auslandstrip einen Abstecher ins Erkelenzer Land zu machen, um dort, im Veranstaltungsraum der Raiffeisenbank in der Hauptstelle in Lövenich, aufzutreten. Das gilt in diesem Falle für „Professor Bottleneck & Frank Born“, die im Anschluss an eine Konzerttournee durch die USA vor wenigen Tagen in Lövenich unter anderem Stücke ihrer inzwischen siebten CD „Fifty Shades of Blues“ vorstellten.

Vom ersten Ton an gab es Partystimmung pur. Das Duo und das Publikum stachelten sich gegenseitig an und feierten die Musik, die ganz anders war als die beim Konzert vom Irish-Bluesman Martin Hutchinson, dem irischen Balladensänger, im vorhergehenden Konzert. Dieses Mal gab es ursprüngliche American Rootes Music, überzeugend und authentisch gespielt und die vielen Zuhörer begeisternd. Unverkennbar und unüberhörbar waren die Eindrücke, die Professor Bottleneck und Frank Born auf ihren Touren durch South Carolina und durch ihre Zusammenarbeit mit Shrimp City Slimp gesammelt haben. Professor Bottleneck alias Rolf Heimann ist ein Meister der Slide-Gitarre in al ihren Facetten und gilt als Ry Cooder des Niederrheins in Anlehnung an den amerikanischen Gitarristen. Heimanns Partner Born verblüffte mit seiner Perfektion auf der Mundharmonika. Sie schluchzte, jaulte, jammerte, zischte, heulte und ratterte – fast so wie die Züge in einer einsamen Nacht in Mississippi.

Einsam waren aber weder die beiden Musiker auf der Bühne, noch die Zuhörer in den Stuhlreihen vor ihnen. Gemeinsam feierten sie im Veranstaltungsraum und hätten am liebsten die Nacht durchgemacht.

Wie schon so viele Künstler vor ihnen, machten auch Professor Bottleneck & Frank Born in Lövenich eine Erfahrung, die sie nicht mehr missen möchten. „Die Atmosphäre in diesem Raum, der eine intensive Begegnung mit dem Publikum ermöglicht, ist unbeschreiblich. Die Begeisterung steckt an. Es macht einfach Spaß, hier zu spielen“, meinte Heimann. Er würde sich freuen, wie so viele Künstler vor ihm, die von der eigentümlichen, unvergleichlichen Stimmung eingefangen wurden, wenn er erneut gastieren könnte. Gerne würde Professor Bottleneck noch einmal in Lövenich musizieren, dann mit seiner Band „Link in the Chain“.